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Presseberichte

Überfall auf Busfahrer - Polizei fahndet nach den Tätern  

23.06.2010

WOLFEGG (sr) Ein Busfahrer ist am frühen Mittwochmorgen zwischen Alttann und Wolfegg auf der Landesstraße 316 überfallen worden.
Gegen 6.15 Uhr fuhr der Busfahrer auf der Waldseer Straße in Richtung Wolfegg. Im Bereich eines Waldgebietes wollte er wie gewohnt auf einem Waldparkplatz wenden. Hier wurde er auf einen grünen VW Golf, Typ III, mit ausländischen Kennzeichen aufmerksam. Dieser stand auf dem Parkplatz, die Motorhaube war geöffnet. Eine Frau lief auf den Bus zu und bat um Hilfe. Der Busfahrer stieg aus. Plötzlich kam von hinten aus einem Gebüsch eine unbekannte Person und besprühte ihn mit einem Reizstoff. Anschließend ging der oder die Unbekannte in den Bus und stahl den Geldbeutel mit Wechselgeld. Die zweite Person und die Frau flüchteten mit dem Golf über einen Waldweg nach Norden in Richtung Gaishaus/Bad Wurzach.

Der Busfahrer wurde leicht verletzt. Im Bus befanden sich keine Fahrgäste.

Die Frau ist etwa 30-40 Jahre alt, geschätzte 1,70-1,75 Meter groß und hat längere, dunkle, glatte Haare. Auf ihrer linken Wange befindet sich ein Leberfleck. Sie war bekleidet mit einem dunkelblauen Jogginganzug und sprach gebrochen Deutsch. Die zweite Person dürfte etwa gleich groß wie die Frau sein, näheres ist nicht bekannt.

Bei der intensiven Fahndung nach den Tätern war auch ein Hubschrauber der Polizei eingesetzt.

Wem sind die Personen oder das Fahrzeug aufgefallen? Wer hat verdächtige Wahrnehmungen gemacht? Hinweise nimmt die Kriminalpolizei Ravensburg unter Tel. 0751/8030 entgegen.

Franz Weber fährt seit 30 Jahren im Schuler-Bus

Foto: Martin Stellberger

Busfahrer Franz Weber (links) freut sich über die Anerkennung seiner langjährigen Treue zum Bodnegger Busunternehmen Schuler. Er nahm dabei den Dank von Schulleiterin Gabriele Rückert ebenso gerne entgegen wie die Gratulation der Schulbusbegleiter, die das Bildungszentrum Bodnegg seit etlichen Jahren ausbildet. Geschäftsführer Mario Schuler überreichte seinem Mitarbeiter eine Urkunde.

 

Bodnegg. Vor genau 30 Jahren setzte sich Franz Werber aus Bodnegg zum ersten Mal ans Steuer eines Busses des damaligen Bodnegger Reiseunternehmens Schuler. Firmenchef Roland Schuler lobte die zuverlässige und verantwortungsbewusste Arbeit seines Fahrers.
Weber habe zunächst im Reiseverkehr ganz Europa kennen gelernt. Seit sich das Bodnegger Busunternehmen auf den öffentlichen Linienverkehr konzentriert, bediene Weber ebenso zuverlässig den öffentlichen Nahverkehr. Ein weiterer Schwerpunkt der Firma Schuler ist die Beförderung der Schüler des Bildungszentrums Bodnegg. Franz Weber fährt nahezu täglich die Schüler. Winters wie sommers sei er zuverlässig und pünktlich auf seinem Posten, betonte Geschäftsführer Mario Schuler und überreichte Franz Weber eine Urkunde sowie einen Gutschein für eine Fahrt mit dem Bodensee-Katamaran mit Besuch des Sealife-Centers in Konstanz. Rektorin Gabriele Rückert schloss sich den Glückwünschen an. Namens der Schülerschaft gratulierten die beiden Busbegleiter Sabine Biggel aus der Klasse 8 e und Edward Dotzlaff aus der Klasse 7 b. Passend zum Jubiläum Franz Webers stellte Mario Schuler den neuen Gelenkbus in Dienst, den Weber fahren wird. Der neue Bus ist mit modernster Umwelttechnik ausgestattet und erfüllt die Euro-Norm 5. Ein besonderer Vorzug ist die Ausstattung als Niederflur-Gelenkbus. Das sorgt unter anderem für einen bequemeren Ein- und Ausstieg der Fahrgäste. Mario Schuler hob im Gespräch mit Schulleiterin Gabriele Rückert die Verbundenheit seines Hauses mit dem Bildungszentrum Bodnegg hervor. Dies verdeutliche man nun auch nach außen: Die Dienstkleidung der Busfahrer sei neben dem Firmenlogo auch mit dem Emblem der Schule versehen worden. (stb)

Neuer Gelenkbus bringt Verbesserungen

Neuer Gelenkbus

Auf der Buslinie von Ravensburg nach Markdorf (Tabellennummer 7537) profitieren die Fahrgäste von einer neuen Qualität im Nahverkehr. Im Zuge einer Neuanschaffung setzen die DB ZugBus Regionalverkehr Alb-Bodensee GmbH(RAB) und die Firma Schuler ein größeres Fahrzeug ein. Damit reagieren die beiden Verkehrsunternehmen auf die positive Fahrgastentwicklung.

Mario und Roland Schuler, Geschäftsführer der Fa. Schuler, die den Bus beschafft haben, freuen sich über den Neuzugang. „Unser neuer Gelenkbus bietet durch die Niederflurtechnik einen bequemen Ein- und Ausstieg und ist auch für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste durch die Kneeling - Technik (Absenken des Busses) und die eingebaute Rampe bestens ausgerüstet."

Mit modernster Umwelttechnik ausgestattete Niederflurbusse sowie mit freundlichen und ständig geschulten Omnibusfahrern betreibt die Fa. Schuler nun bereits in der 3. Generation Omnibuslinienverkehr. Silvio Matt, Niederlassungsleiter der RAB Friedrichshafen und zuständig für die Linie, zeigt sich erfreut über die Verbesserung. „Wir beglückwünschen die Fa. Schuler zu dem neuen Bus und freuen uns zum Wohle der Fahrgäste und der Umwelt auf die weitere gute Zusammenarbeit."

Steigende Kraftstoffkosten bedrohen Busunternehmen (Bad Waldsee)

Die RBO Regionalverkehr Bodensee Oberschwaben GmbH ist ein Zusammenschluß von 17 privaten Busunternehmen im bodo Verbund (Landkreise Ravensburg und Bodenseekreis). Wie die RBO mitteilt, sehen sich die Unternehmen durch die hohen Dieselpreise zunehmend in ihrer Existenz bedroht. „Der Kostendruck wächst ständig!" so Wolfgang Pfefferle, einer der beiden Geschäftsführer der RBO. „Es sind nicht nur die Dieselpreise, die uns im Nacken sitzen, sondern auch viele andere Kosten wie z. B. Einkaufspreise für Fahrzeuge und Ersatzteile laufen aus dem Ruder. Die Dieselpreise aber treffen uns besonders hart." Diese sind innerhalb eines Jahres um ca. 35% angestiegen und es ist kein Ende der Preisspirale in Sicht. Hinzu kommt, daß seit einigen Jahren die öffentliche Hand massiv ihre Ausgaben für den ÖPNV kürzt. Die sowieso schon geringen Margen in der Branche werden vollends aufgefressen. Die Verkehrsunternehmen sehen keine andere Möglichkeit, als sich an die Politik zu wenden. „Es muß etwas geschehen und zwar bald, ansonsten werden die privaten Busunternehmer nicht überleben." schildert Pfefferle die dramatische Lage. Die Busunternehmer schlagen vor, den ÖPNV von der Mineralöl-Steuer zu befreien, da man das Verkehrsangebot ansonsten überdenken müßte. Die Busunternehmen wollen keine Verbindungen kürzen. Aus ihrer Sicht sollte das ÖPNV-Angebot eher ausgebaut werden. Pfefferle: „Dies geht aber nur bei Schaffung entsprechender Voraussetzungen und nicht, indem man uns das (Über)Leben immer noch schwerer macht. Es paßt einfach nicht zusammen, daß die Politiker auf Klimagipfeln über die Halbierung des CO2-Ausstosses diskutieren, die Busunternehmen aber, die durch ihr Verkehrsangebot maßgeblich zur Reduktion des Treibhausgases beitragen und unter besseren Rahmenbedingungen noch viel mehr beitragen könnten, in keinster Weise unterstützt werden."

Schuler GmbH Omnibusverkehr investiert in die Sicherheit ihrer Fahrgäste Fahrerschulung ein großer Erfolg

Schuler

Bodnegg/Zimmern ob Rottweil - Die Sicherheit und der Fahrkomfort ihrer Fahrgäste spielen bei der Firma Schuler GmbH Omnibusverkehr eine große Rolle.  Daher kümmert sich Roland Schuler, Geschäftsführer und Inhaber der Schuler GmbH Omnibusverkehr aus Bodnegg, auch vorbildlich darum, dass seine Fahrer gut ausgebildet sind, wovon die Fahrgäste im täglichen Schüler- und Linienverkehr profitieren. In einem Fahrsicherheitstraining sollen die Fahrer lernen, wie mit kritischen Fahrsituationen umzugehen ist.

Aus diesem Grund hat sich Roland Schuler mit seinen Fahrern am Freitag, den 25. Juli 2008 bei der combus training GmbH auf dem Verkehrsübungsplatz der Kreisverkehrswacht Rottweil e.V. in Zimmern ob Rottweil theoretisch und praktisch über Zusammenhänge zwischen Geschwindigkeit und sicherem sowie fahrgastorientierten Fahren informiert.

Am Vormittag wurden unter Leitung von einem Trainer für Fahrsichersicherheit der combus training GmbH, mit einem Basistraining die theoretischen Grundlagen der Fahrphysik mit Hilfe eines Computerlernprogramms der combus training GmbH, einer Gesellschaft im Umfeld des WBO (Verband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmer), erarbeitet. Im Rahmen dieses Schulungsmoduls werden die Fahrer mit dem Thema "Fahrphysik" vertraut gemacht. Das Lernprogramm ist multimedial und interaktiv aufgebaut und beinhaltet Videosequenzen mit spielerischen Elementen, Animationen und theoretische Lerninhalte. Mit Hilfe von Übungen innerhalb des Programms kann der Wissensstand der Fahrer überprüft werden. Sie können somit die Fahreigenschaften des Busses besser einschätzen, lernen, sich den gegebenen Straßenverhältnissen optimal anzupassen und lernen das sichere und fahrgastorientierte Busfahren.

Doch nichts geht über das Erleben, wie die physikalischen Kräfte in einem Bus wirken. Am Nachmittag konnten sich die Fahrer der Omnibusverkehr Schuler GmbH unter der Anleitung von 2 kompetenten Trainern nach Herzenslust austoben. Es ging darum, herauszufinden, wie ein Bus in Grenzsituationen reagiert und die zugrunde liegenden physikalischen Zusammenhänge zu begreifen. Unermüdlich spuckten hier Sprinkler Wasser auf einen speziellen Untergrund, um so das Bremsen und Ausweichen auf nasser Fahrbahn zu üben. Ob Vollbremsung oder Gegenlenken: Jeder der Fahrer durfte mal ans Steuer und die von den Referenten referierten Zusammenhänge zwischen Geschwindigkeit, Bremsweg, Bustechnik, Fahrerverhalten und subjektivem Wohlgefühl der Fahrgäste austesten. Das dabei Erlernte kommt dabei sowohl dem tollen Team der Firma Omnibusverkehr Schuler GmbH als auch den Fahrgästen in Zukunft zu Gute.

Eine EU-Richtlinie, die seit 2006 nationales Gesetz ist, verpflichtet die Busunternehmer dazu, ihre Fahrer weiterzubilden. 35 Stunden Fortbildung in fünf Jahren sind Pflicht. Die Firma Omnibusverkehr Schuler GmbH in Bodnegg ist bei der Umsetzung der Richtlinie ganz weit vorne. Für die Firma Schuler ist das Thema Schulung ein wichtiges Thema und mit der combus training GmbH hat sie sich für ein Qualitätsinstitut entschieden, mit dem sie ihre Fahrer regelmäßig schult.

Die Fahrer der Schuler GmbH erhielten am Ende der Schulung ein Teilnahmezertifikat sowie einen Bildungspass als anerkannten Schulungsnachweis für die nächste Führerscheinverlängerung.


Weitere Informationen:
Roland Schuler
Schuler GmbH Omnibusverkehr Reisebüro, Tettnanger Str. 24,  88285 Bodnegg
Tel :.07520/920-30
                              
Ansprechpartner:

combus training GmbH, Dornierstr.3,  71034 Böblingen
Katja Grözinger
Tel: 07031-623-110 / Fax: 07031-623-116
E-Mail:
Internet: www.busforum.de

Das richtige Angebot für Nachtschwärmer
Der „Nachtschwärmer" zwischen Ravensburg und Berg erfreut sich steigender Beliebtheit
Auf der Buslinie 10 zwischen Ravensburg und Berg verkehrt seit einigen Jahren ein unter dem Markennamen „Nachtschwärmer" bekanntes Linientaxi. Das Angebot der Omnibus Grabherr GmbH erfreut sich stetig steigender Beliebtheit. Zeit, eine kleine Zwischenbilanz zu ziehen:
Der Nahverkehrsmarkt befindet sich seit einiger Zeit im Umbruch und die Rahmenbedingungen für den ÖPNV im ländlichen Raum haben sich dramatisch gewandelt. Finanzierungsformen, wie beispielsweise die Ausgleichszahlungen des Bundes für die Schülerbeförderung oder die Förderung beim Kauf neuer Omnibusse, versiegen zunehmends. Die steigenden Spritpreise und der demographische Wandel der Gesellschaft (Rückgang der Schülerzahlen) setzen die Verkehrsunternehmen verstärkt unter einen hohen wirtschaftlichen Druck. Für das öffentliche Verkehrsangebot auf dem Lande bleibt dies nicht ohne Folgen. Vielerorts werden Fahrpläne ausgedünnt oder Verbindungen gestrichen.
Nicht so zwischen Ravensburg und Berg. Im Jahr 2003 hat die Fa. Grabherr mit dem „Nachtschwärmer" ein Mobilitätskonzept entwickelt, dass eine deutliche Ausweitung des Fahrplanangebots in den Abend- und Nachtstunden ermöglichte. Um die Betriebskosten zu senken, wurde ein innovativer Ansatz verfolgt: Statt eines großen Linienbusses verkehrt ein kostengünstigeres Taxi im Auftrag des Omnibusunternehmens. Ferner beteiligt sich die Gemeinde Berg an der Finanzierung der laufenden Betriebskosten, die nicht durch Fahrgeldeinnahmen gedeckt werden.
Freitag- und Samstagabend werden seither drei Nachtfahrten um 22:22, 23:22 und 0:22 Uhr von Ravensburg Gartenstraße nach Berg Weilerhalde angeboten.
Das Angebot wird von den Fahrgästen mittlerweile sehr gut angenommen. Der Nachtschwärmer befördert pro Wochenende bis zu 45 Personen. „Wir rechnen bei steigender Tendenz mit etwa 2.500 Fahrgästen pro Jahr", so Bernd Grabherr, Geschäftsführer der Omnibus Grabherr GmbH mit Sitz in Waldburg.
Im Dezember 2007 wurde auf Wunsch und mit finanzieller Beteiligung der Gemeinde Berg der Fahrplan nochmals ausgeweitet. Montag bis Donnerstag gibt es zwei zusätzliche Abfahrten um 20:24 und 21:24 Uhr von Ravensburg nach Berg-Weiler. Erstmals verkehren auch am Sonntagnachmittag zwei Fahrten von Berg-Weiler nach Ravensburg und drei Spätverbindungen am Abend wieder zurück.

Positiv bewertet Bernd Grabherr die Tatsache, dass ein Angebot geschaffen wurde, das noch viel Entwicklungspotential aufweist. Bei weiter steigenden Fahrgastzahlen kann in Zukunft auch wieder ein Linienbus eingesetzt werden, der sich dann wirtschaftlich rechnet.

Informationen zum Fahrplan:
Der Nachtschwärmer verkehrt ohne vorherige telefonische Anmeldung.
Für Kleingruppen ab 8 Personen ist jedoch eine Buchung unter der Rufnummer 0751 / 44444 erforderlich. Der Fahrplan der Linie 10 ist im Internet unter http://www.stadtbus-rv-wgt.de/ erhältlich. Telefonische Auskünfte erteilt die Fa. Grabherr unter Telefon 07529 / 97158-0.

Portrait:

Willi Weißhaupt - Ein Busfahrer-Urgestein


30 Dienstjahre als Omnibusfahrer für die Firma Stauber hat Willi Weißhaupt auf dem Buckel. Grund genug, Herrn Weißhaupt anlässlich seines Jubiläums zu seinen Erlebnissen und Gedanken als Busfahrer zu befragen.

 

Herr Weißhaupt, warum mögen Sie Ihren Beruf?

Als Busfahrer ist man am Lenkrad sein eigener Chef. Es gibt mir ein Gefühl von Freiheit, einen großen Linien- oder Reisebus über die Straßen zu lenken. Außerdem lernt man Land und Leute kennen.

 

Sie fahren seit 10 Jahren fast ausschließlich nur noch im Linienverkehr. Was sind die größten Unterschiede zum Reiseverkehr?

Die Arbeitszeit ist berechenbarer. So kann ich Freizeitaktivitäten nach Feierabend oder am Wochenende viel besser planen.
Als Linienbusfahrer braucht man aber stärkere Nerven. Die Fahrgäste sind anonymer und hektischer. Man hat einen geringeren Status, denn im Gegensatz zum Reisebusfahrer wird man nicht beklatscht, wenn man sein Ziel pünktlich und sicher erreicht hat.

 

Was macht aus Ihrer Sicht einen guten Omnibusfahrer aus?

Man muss in gewissen Situationen cool bleiben und darf kein „Flatterfidla" sein. Der Fahrgast muss immer das Gefühl haben, dass der Fahrer jede Situation hundertprozentig im Griff hat. Zu einem guten Fahrer gehört außerdem ein seriöses und selbstsicheres Auftreten gegenüber den Fahrgästen.

 

Wie viele Kilometer haben Sie in Ihrer Busfahrerkarriere schätzungsweise zurückgelegt?

Die Jahresfahrleistung liegt bei etwa 70.000 Kilometern. Ich denke, dass ich in 30 Jahren etwa 2 Millionen Kilometer gefahren bin. [Anmerkung: Das entspricht ca. 50 Erdumrundungen].

 

Was war das schönste Erlebnis als Busfahrer?

Das war vor vielen Jahren auf einer Reisebusfahrt nach Rom. Bei einer Audienz durfte ich Papst Johannes Paul II. die Hand schütteln.

 

Gibt es kuriose oder auch ein bisschen verrückte Geschichten, die Sie erlebt haben?

Oh ja, da kann ich so manche Geschichte aus dem Nähkästchen plaudern. Auf einer Tour nach Marktheidenfeld habe ich abends den Bus auf dem Parkplatz direkt am Main abgestellt. Am nächsten Morgen kam ein Fahrgast auf mich zu und rief ganz aufgeregt, dass der Bus unter Wasser stünde. Als ich den Parkplatz erreichte, konnte ich mir ein Ausmaß von der Bescherung machen: Der Main war hochwasserbedingt während der Nacht über die Ufer getreten und hatte den Bus knöcheltief unter Wasser gesetzt. Wie Sie auf dem Foto erkennen, musste ich barfuß und mit hochgekrempelten Hosen durchs Wasser waten und den Bus behutsam aus den Fluten des Mains heraussteuern.

Willi Weißhaupt
Willi Weißhaupt und sein Bus in den Fluten des Mains

Eine andere Anekdote, die ich immer gerne erzähle, ereignete sich auf dem 2.700 Meter hohen Nufenen-Pass in der Schweiz. Mitten im Juli wurden wir von einem Wetterumschwung überrascht, der der unvorstellbare sommerliche Schneemassen mit sich brachte. Gott sei Dank hatte ich Schneeketten dabei. Meine Schuhe waren allerdings überhaupt nicht wintertauglich. Damit sie nicht nass wurden, habe ich die Schneeketten barfuß aufgezogen. Eine bitterkalte Angelegenheit...

 

Die Firma Stauber gehört heute zu Omnibus Grabherr in Waldburg. Was können Sie über das Unternehmen und das Betriebsklima sagen?

Ich bin der Firma Stauber 30 Jahre bei der Stange geblieben, weil das Betriebsklima und das Verhältnis zu Kollegen und Vorgesetzten immer einwandfrei war. Das empfinde ich auch heute noch so und ich denke, dass dies keine Selbstverständlichkeit ist.

 

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Gesundheit natürlich! Und dass sich die Arbeitsbedingungen in den 7 Jahren bis zur Rente nicht weiter verschlechtern. Die Leute sind oftmals streitwilliger und undankbarer als früher. Heute wird vieles als selbstverständlich empfunden...

 

Herr Weißhaupt, vielen Dank für das aufschlussreiche Gespräch, alles Gute für die Zukunft und allzeit Gute Fahrt!

RBO